Ehrgeizig, Ambitioniert, Herzlich

Der Schritt, der alles verändert hat

Wo alles begann

Die Liebe zum Unihockey und zum Sport im Allgemeinen wurde mir schon früh mitgegeben. Mein Vater war selbst lange im Leistungssport aktiv und später als Trainer tätig. Auch meine Mutter spielte einige Jahre Unihockey und war sehr aktiv im Turnverein. So verbrachten meine Geschwister und ich bereits als Kleinkinder viel Zeit in Sporthallen.

Zum Unihockey kam ich schliesslich durch meinen älteren Bruder. Schon als kleines Mädchen wollte ich ihm nacheifern und am liebsten alles genauso machen wie er. Als er mit Unihockey anfing, war für mich deshalb sofort klar: Das will ich auch.

Mit den Jungs auf dem Feld

Bis zu meinem 14. Lebensjahr spielte ich bei Unihockey Baden-Birmenstorf mit den Jungs. Diese Jahre haben mich sportlich und persönlich stark geprägt. Ich lernte früh, mich zu behaupten, mich durchzusetzen und auch dann an mich zu glauben, wenn ich mich gegen andere beweisen musste.

Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass ich mich sportlich weiterentwickeln wollte und bereit war, dafür mehr zu investieren. Ich suchte eine neue Herausforderung und die Möglichkeit, mich auf einem höheren Niveau zu messen. Deshalb wechselte ich zu den Kloten-Dietlikon Jets.

Der Traum von der höchsten Liga der Welt

Bei den Kloten-Dietlikon Jets wechselte ich nach kurzer Zeit in die U21 und durfte bereits mit 16 Jahren meine ersten Spiele in der höchsten Schweizer Liga bestreiten. Für mich ging damit ein grosser Traum in Erfüllung. Gleichzeitig wurde mir bewusst, wie viel Arbeit hinter solchen Momenten steckt, und dass ich noch lange nicht am Ziel war.

Diese ersten Einsätze haben meinen Ehrgeiz weiter verstärkt. Ich wollte mich weiterentwickeln, Verantwortung übernehmen und herausfinden, wie weit ich es schaffen kann.

Rückschlag und Neuanfang

Doch nicht jeder Weg verläuft gerade. Im Jahr 2023 wurde ich durch einen Kreuzbandriss zurückgeworfen. Plötzlich ging es nicht mehr darum, auf dem Feld besser zu werden, sondern überhaupt wieder dorthin zurückzukehren.

Die Zeit der Rehabilitation war herausfordernd und hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig Geduld, Disziplin und Durchhaltevermögen sind. Ich musste lernen, Rückschläge anzunehmen und trotzdem weiter an meinem Ziel festzuhalten.

Während der Saison 2024/25 wurde mir immer klarer, dass ich eine neue Herausforderung suchte. Ich wollte den nächsten Schritt machen und mich in einem neuen Umfeld weiterentwickeln. Da sich in der Schweiz keine passende Möglichkeit ergab, führte mich mein Weg nach vielen Gesprächen mit meiner Familie schliesslich nach Schweden.

Ankommen und wachsen

Heute weiss ich, dass der Schritt nach Schweden mein Leben verändert hat. Ich fühle mich bei Storvreta IBK unglaublich wohl und habe die Möglichkeit, mich sowohl als Spielerin als auch als Mensch weiterzuentwickeln.

Dass ich bereits im Januar 2026 meinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängern durfte, bedeutet mir sehr viel. Es zeigt mir aber auch, dass sich der Mut, meine Komfortzone zu verlassen und einen neuen Weg einzuschlagen, gelohnt hat.

Der Schritt nach Schweden war die grösste Entscheidung meines bisherigen Lebens, und rückblickend die Beste.
Doch bis dorthin war es ein langer Weg mit vielen Höhen und Tiefen, Rückschlägen und Entscheidungen, die mich zu der Spielerin und der Person gemacht haben, die ich heute bin.

Der Sprung ins Ungewisse

Im Sommer 2025 wechselte ich zu Storvreta IBK nach Uppsala in Schweden. Damit begann ein völlig neues Kapitel in meinem Leben.

Der Anfang war nicht einfach. Zum ersten Mal wohnte  ich alleine und musste meinen Alltag vollständig selbst organisieren. Gleichzeitig galt es, mich an ein neues Land, eine neue Sprache, eine andere Kultur und ein neues Team zu gewöhnen.

Es gab Momente, in denen ich an meine Grenzen kam und vieles neu lernen musste. Doch genau diese Herausforderungen haben mich wachsen lassen. Ich wurde selbstständiger, lernte, Verantwortung für mich und meinen Weg zu übernehmen, und entwickelte mich auch ausserhalb des Spielfelds weiter.

Meine Reise geht weiter

Wenn ich heute auf meinen bisherigen Weg zurückblicke, bin ich dankbar für jede einzelne Erfahrung – für die schönen Momente genauso wie für die schwierigen. Meine 3 Geschwister, meine Familie, meine ersten Jahre mit den Jungs, die Zeit bei den Kloten-Dietlikon Jets, der Kreuzbandriss und schliesslich der Schritt nach Schweden haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin.

Ich weiss nicht, wohin mich mein Weg noch führen wird. Aber ich weiss, dass ich bereit bin, weiter dafür zu arbeiten, neue Herausforderungen anzunehmen und über mich hinauszuwachsen.

Meine Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Sie hat gerade erst begonnen.